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PRESS COMMENTS

The EuroGames 2004 receive editorial notice from many media. In addition to numerous articles in regional and national newspapers, periodicals and magazines, there have been many Radio and Television broadcasts with local as well as national range.


July 2004 - GO München
EuroGames 2004 Das größte schwul-lesbische Sport-Event – Die neunte Ausgabe der schwul-lesbischen Sportveranstaltung kommt nun endlich an die Isar, mit 20.000 Gästen im Tross – ein Fest nicht nur für die Community  ...more!

17.06.2004 - Süddeutsche Zeitung
Teilnehmer-Rekord bei den EuroGames – 5300 Sportler aus ganz Europa kommen zu den schwul-lesbischen Spielen im Juli ...more!

05.06.2004 - Adam
EuroGames 2004 in München – Vom 29. Juli bis 1. August findet in München das größte schwul-lesbische Sportereignis des Jahres statt. Über 5.000 Sportler/innen aus 47 Ländern werden sich in 27 Disziplinen messen. ADAM informiert  ...more!

May 2004 - Our Munich I
Der Legende zweiter Teil – Am 19. Mai starten die EuroGames ihre zweite Magic-Bar-Tour. Über 40 der beliebtesten Münchner Lokale bieten Freigetränke  ...more!

May 2004 - Our Munich II
Ein München-Bilderbuch für die EuroGames – Der Künstler Robert C. Rore stellt sein neuestes Werk vor  ...more!

May 2004 - Our Munich III
Fechten mit Florett und Feder – Beim Begriff Fechten denken die meisten an Ritterfilme und schlagende Verbindungen. Anders Margit Roth  ...more!

13.04.2004 - tz München
Eurogames 04. Wie Olympia – nur andersrum. Wettkämpfe für Schwule, Lesben und den Rest. Handtaschenweitwurf und Stöckelschuh-Rennen: Solche Disziplinen gehören zu den Attraktionen des Christopher Street Day, der heuer am 24. Juli stattfindet. Diesen Sommer ist das jährliche Festival der Schwulen und Lesben nur der turbulente und schrille Auftakt für ein Spektakel, das in dieser Dimension erst einmal in Europa stattgefunden hat:  ...more!

April 2004 - reFRSEH magazine, London
MUNICH BUTCH! EUROGAMES 2004 – A right little Athlete´s Village! As queer gear up for EuroGames IX in Munich this summer (29th July - 1st August), Adrian Gillan checks the form, plays the field and asks:  ...mehr!

April 2004 - Our Munich
Magic Bar Tour – der 2. Teil. “Nachdem die Wiener aus waren, habe ich Spaghetti gekocht”  ...more!

10.03.2004 - Münchner Wochenblatt
Top-Event des Sports. EuroGames erwarten mehr als 5000 Athleten. Rund um das Olympiagelände finden vom 29. Juli bis 1. August die EuroGames statt. Gäste aus ganz Europa treffen sich zu sportlichen Wettkämpfen, die in ein kulturelles  ...more!

March 2004 - Our Munich I
Barbara Wankerl gibt Lesben ein Gesicht – Sportlich ist Barbara Wankerl eigentlich nicht. Dass sie heute bei den EuroGames im Kraulen für die Isarhechte antritt, hat eher mit ihren Studienjahren ...more!

March 2004 - Our Munich II
Sportbegeisterte Lesben vor – Frauenpower für die EuroGames. Die Hälfte der EuroGames den Frauen – 50 Prozent Teilnehmerinnen! Das ist das Ziel der EuroGames-OrganisatorInnen in München ...more!

March 2004 - Our Munich III
Gay Games 2006 nicht in Montreal– Der Dachverband der Gay Games hat Montreal das Event entzogen. Die Kanadier wollen nun ihre eigenen Spiele veranstalten. ...more!

February 2004 - München erleben
München im EuroGames-Fieber – Eine bunte Parade durch die Innenstadt am 24. Juli ist der Auftakt für das Festival zum größten schwul-lesbischen Sportereignis Europas, den IX. EuroGames  ...more!

February 2004 - Our Munich
Wenn der Pfannkuchen zum Taucher wird – Wer Aerobic mit harmlosem Herumgehüpfe im Fitness-Studio assoziiert und bei Cheerleading  ...more!

January 2004 - Airport München - MUC Flyer
EUROGAMES 2004 IN MUNICH – In the upcoming summer Munich will be host the ninth EuroGames. Since 1992, these lesbians and gay sports championships  ...more!

January 2004 - Our Munich
Im Laufschritt am Ball – Andreas Klose ist ein vielbeschäftigter Mann: Wenn er nicht gerade als ehrenamtlicher Vorstand des schwulen Informations- und Kommunikationszentrums SUB  ...more!

December 2003 - Our Munich
Sensibel reagieren statt hart zuschlagen – Sebastian Kühnen (39) tritt für den Münchner Karateverein Bushido bei den EuroGames in der Disziplin Karate an  ...more!

November 2003 - Our Munich
Trinken für die EuroGames – Das Organisationsteam veranstaltet seine erste Magic-Bar-Tour durch 45 Lokale  ...more!

October 2003 - Our Munich
Schnittstelle zwischen Industrie und Sport – 100.000 Euro. Das ist die magische Zahl, die wir uns vorgenommen haben, für die EuroGames in München bei Unternehmen und Spendern einzuwerben. Bei der Formel 1  ...more!

September 2003 - Our Munich
money, money, money… must be funny – Nicht Geld, sondern Sport, Spaß und Begegnungen stehen im Mittelpunkt der EuroGames. Aber all das funktioniert nicht ohne eine vernünftige  ...more!

August 2003 - Our Munich
Das Rainbow-Village – Straßenfest und Knotenpunkt  ...more!

11.07.2003 - Süddeutsche Zeitung
Basteln am Rainbow Dream. Christopher Street Day und Rathaus-Clubbing – die Pläne. Stolz klingen sie und haben strahlende Augen, wenn die Organisatoren und Veranstalter  ...more!

July 2003 - Our Munich
Betreut von vorn bis hinten. Wir kümmern uns um das Beste bei den EuroGames: um die TeilnehmerInnen. Und das von vorne bis hinten, beginnend mit  ...more!

June 2003 - Our Munich
Turnt Linux auch bei EuroGames? Wie jeden Monat stellen Euch die EuroGames an dieser Stelle eines ihrer neun EuroTeams vor, die seit nunmehr fast zwei Jahren eine der größten schwullesbischen   ...more!

5.5.2003 - Süddeutsche Zeitung
Sporteln, shoppen, integrieren. Die schwul-lesbischen Europameisterschaften 2004: Eine Chance für den Sport – und für den Einzelhandel. "Wir haben bisher nur positive Reaktionen bekommen."  ...more!

May 2003 - Our Munich
Hier schlägt das Herz der EuroGames. Auch in diesem Monat stellen die EuroGames eines ihrer neun EuroTeams vor, das seit Monaten daran arbeitet, eine der größten schwul-lesbischen Sportveranstaltungen Europas 2004 an die Isar zu holen  ...more!

April 2003 - Our Munich
Farbe bekennen, Flagge zeigen. Im Motto der EuroGames 2004 „Munich s'ports the rainbow“ steckt die Botschaft: „Munich supports the rainbow“. Wir wollen (Regenbogen-)Flagge zeigen  ...more!

1.3.2003 - Münchner Samstagsblatt
Ein rosarotes Wintermärchen - Holigay on Ice. Am Freitag, den 21. February, glich der "Münchner Eiszauber", die Eislauffläche mitten in der Münchner City, einem pink schimmernden Seidentuch  ...more!

March 2003 - Our Munich
Kontakte knüpfen, Wehwehchen heilen. Auch in diesem Monat stellen die EuroGames eines ihrer neun EuroTeams vor, die seit Monaten kräftig daran arbeiten, Europas größte schwullesbische Sportveranstaltung 2004 an die Isar zu holen  ...more!

February 2003 - Sergej
HoliGay on Ice - Die 1. lesbisch-schwule Eislaufnacht am 21. Februar. Ein rosarotes Wintermärchen! Das soll am 21. Februar zumindest für einige Stunden auf dem Eislaufgelände hinter dem Rathaus  ...more!

February 2003 - Our Munich
Die Imagepfleger vom Marketing-Team. Europas größte schwullesbische Sportveranstaltung kommt an die Isar. In 18 Monaten heißt es im Olympiapark und in der ganzen Stadt: „Munich s'ports the rainbow“  ...more!

January 2003 - Our Munich
"EuroGames 2004" - unsere Spiele. Noch 18 Monate bis zu den EuroGames in München - das klingt so weit weg! Doch die Zeit ist „ein sonderbar Ding" - und plötzlich heißt es dann in der Olympiahalle: „Die Spiele sind eröffnet!"  ...more!

December 2002 - Queer City, Bayern
EuroGames 2004 - Der Beirat (Advisory Committee) für die EuroGames, die vom 29. Juli bis zum 1. August 2004 in München stattfinden, hat zum ersten Mal die Öffentlichkeit über den Stand  ...more!

15.11.2002 - Abendzeitung
OB Ude: „Dieses Ereignis tut der ganzen Stadt gut" - In München finden 2004 die „EuroGames" statt. Die AZ sprach mit OB Christian Ude, dem Schirmherrn und Ehrenvorsitzenden der schwul-lesbischen Europameisterschaften  ...more!

15.11.2002 - Abendzeitung
EuroGames: München sieht rosarot - Im Juli 2004 kommt die schwul-lesbische Europameisterschaft in den Olympiapark. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 5000 Teilnehmern aus 24 europäischen  ...more!

15.11.2002 - Münchner Merkur
Exotik im Stadion: Fußball und Cheerleading - Schwul-lesbische Europameisterschaften „EuroGames" kommen 2004 nach München  ...more!

15.11.2002 - Süddeutsche Zeitung
Spektakel und Kulturwoche - 2004 startet die EM für schwule Sportler, der Beirat ist gegründet.
Die schwul-lesbische Farbenlehre ist kompliziert  ...more!

14.11.2002 - tz München
Synchronschwimmen, Golf: Homos kämpfen um Gold - 5000 Schwule und Lesben treten bei den Eurogames am Olympiagelände gegeneinander an. Luftgewehrschießen, Badminton, Synchronschwimmen, Golf und Cheerleading  ...more!

12.11.2002 - Bild
Olympia-Zentrum: Riesensportfest nur für Schwule und Lesben. Ude Schirmherr - 5000 Aktive werden erwartet. Schrill, bunt, provokant: Im Sommer 2004 steigen im Münchner Olympiapark die schwul-lesbischen Europameisterschaften  ...more!

April 2002 - Sergej
„Das Sportevent der Dekade" - Die EuroGames 2004 kommen nach München. Am 3. März fiel die Entscheidung in Antwerpen: Mit 37 zu 15 Stimmen setzte sich die Münchner Bewerbung für die Eurogames gegen die Konkurrenz aus Wien durch  ...more!

April 2002 - Sergej
Ein Stück vom Kuchen - Eurogames-Party im „Soul City" mit viel Polit-Prominenz. Da steckte schon Symbolik drin: OB Christian Ude und Stadtschulrätin (und Team- München Ehrenmitglied!) Elisabeth Weiss-Söllner verteilten den „Eurogames"-Kuchen 2004  ...more!

April 2002 - Our Munich
Münchner G'schichten - Diesmal zu Gast bei Natalie Hartmann: Münchens Goldjunge. EuroGames 2004 - für uns Anlass genug eine sportliche Münchner Geschichte zu bringen  ...more!

April 2002 - Our Munich
EuroGames 2004 - die Jubelfeier im Soul City. Es ist amtlich: das größte Sportevent für Europas Lesben und Schwule wird in München unter dem Motto „Munich s'ports the Rainbow" vom 29.07. bis 01.08.2004 auf dem Olympiagelände stattfinden.  ...more!

22.3.2002 - Süddeutsche Zeitung
Eurogames 2004 in München - 5000 Sportler kommen zum schwul-lesbischen Sportfest. München hat den Zuschlag für die Eurogames 2004 bekommen, einem schwul-lesbischen Amateursport-Festival, das im vier-Jahres-Turnus in einer europäischen Großstadt abgehalten wird  ...more!

22.3.2002 - Abendzeitung
Keine Angst, für die nächsten "EuroGames" muss nicht schon wieder ein neues Stadion gebaut werden. Im Sommer 2004 werden sich rund 5000 Teilnehmer aus ganz Europa zu Leichtathletik- und Schwimmwettkämpfen, zu Ballsport und Golfturnieren treffen  ...more!

13.3.2002 - Süddeutsche Zeitung
EuroGames 2004 in München: Golf und Line Dance - Am Tag der Entscheidung, sagt Hermann Brem, sei er sich sicher gewesen, dass es klappt. Schließlich habe man eine hervorragend gestaltete Bewerbungsmappe eingereicht  ...more!



 

July 2004 GO München

EuroGames 2004 – Das größte schwul-lesbische Sport-Event
Die neunte Ausgabe der schwul-lesbischen Sportveranstaltung kommt nun endlich an die Isar, mit 20.000 Gästen im Tross - ein Fest nicht nur für die Community. Ein Überblick über das Kulturprogramm und was sonst noch so auf den Eurogames 2004 los ist.

von Matthias Kuhn

"Die größte Sportveranstaltung Münchens vor der Fußball WM 2006? Kommen Sie ins Grübeln, ob Sie irgendeine Europameisterschaft oder ein Leichtathletiktreffen vergessen haben? Es sind die Eurogames! Rund 5300 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Europa werden ab dem 29. Juli in der Stadt erwartet, nicht zu vergessen die 20.000 Gäste. Die Wettkämpfe selbst finden zwischen dem 29. Juli und 1. August statt. Auftakt ist aber schon der CSD-Samstag am 24. Juli, an dem auch das kulturelle Rahmenprogramm beginnt. Von der Verleihung des "6. Literaturpreises der schwulen Buchläden" (s. auch Literatur S. 74) über Bergtouren, Lesungen, Bootsfahrten und eine schwul-lesbische Filmnacht bis hin zu Konzerten und Museumsführungen ist für jeden etwas dabei. Und ausdrücklich weisen die Veranstalter darauf hin, dass bei den Eurogames 2004 jeder willkommen ist, egal welche sexueller Orientierung, Hautfarbe oder Religion er/sie hat, und das gilt sowohl für die Gäste als auch für Teilnehmer.

26 Disziplinen sind geboten, sie reichen von Cheerleading (eine Disziplin, die man bei anderen sportlichen Wettkämpfen sicher vergeblich suchen wird) und Karate über Schwimmen und Volleyball bis hin zu Fechten und Laufen. Tickets gibt es sowohl für die Einzelveranstaltungen oder man besorgt sich gleich das Paket ":LaOla": Für 35 Euro hat man dann Zutritt zu sämtlichen Sportveranstaltungen, der Eröffnungsfeier in der Olympiahalle (u.a. Mit Georgette Dee, Marla Glen und den Croonettes) sowie der Abschlussfeier.

Schon seit 1992 finden die Eurogames regelmäßig statt, in Deutschland bisher in Frankfurt am Main, Berlin und Hannover. Da wurde es Zeit, dass die "Spiele" heuer nach München kommen, bevor sie vielleicht mal bei unseren Lieblingsrivalen in Hamburg gastieren. Schirmherr - wie für den CSD (s. auch München Aktuell S. 14) - ist natürlich Kolumnist und Oberbürgermeister Christian Ude. Und die Anwohner des Glockenbachviertels können sich schon mal auf einige tolle Hochsommernächte und -tage einstellen, wenn all die Sportler und Gäste sich unters Münchner Szenevolk mischen. Idealerweise verirren sich auch möglichst viele Nicht-Isarvorstädter, Sport- und Szenemuffel in das Viertel rund um die Müllerstraße: Schließlich haben wir einen Ruf als weltoffene und feierwütige Stadt zu verlieren."

EuroGames 2004, 29. Juli bis 1. August, Kulturprogramm ab 24. August [correct: 24. July]. Tickets für die Kulturveranstaltungen über München Ticket, Tel. 54 81 81 81, oder im Internet unter www.eurogames.info/2004, dort gibt es auch Karten für die Wettkämpfe.

[followed by the EuroGames cultural program with the hint: "Die Termine und Stätten der Sportwettkämpfe standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest, Infos im Vorfeld der Eurogames: www.eurogames.info/2004]

Source: GO München, page 52



 

17. Juni 2004 Süddeutsche Zeitung

Teilnehmer-Rekord bei den EuroGames
5300 Sportler aus ganz Europa kommen zu den schwul-lesbischen Spielen im Juli

von Tanja Rest

Mittlerweile kann man schon von einer richtigen Europa-Tournee sprechen: 1992 der Auftakt in Den Haag, dann Frankfurt, Berlin, Zürich, Hannover und zuletzt Kopenhabgen. Doch in keiner dieser Städte haben die Eurogames soviele Teilnehmer erreicht wie heuer in München. Für das schwul-lesbische Sportfest unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Christian Ude, das vom 29. Juli bis 1. August im Olympiapark stattfinden wird, haben sich bereits 5300 Sportler aus 38 Ländern angemeldet. "Wir freuen uns, dass wir die 5000er-Marke geknackt haben und die Spiele schon jetzt so ein großer Erfolg sind", sagt Eurogames-Sprecher Sascha Mrotzek.

Vier Tage lang werden Sportler aus ganze Europa in 26 Wettbewerben um Medaillen kämpfen - darunter auch in so exotischen Disziplinen wie Aerobic, Bowling, Bankdrücken oder Cheerleading. Für Teilnehmer wie Zuschauer gilt: Jeder ist willkommen, unabhängig von der sexuellen Orientierung. Der veranstaltende Verein Eurogames erwartet insgesamt rund 20.000 Gäste in der Stadt.

Auch das Rahmenprogramm ist mittlerweile festgezurrt. Den eigentlichen Spielen geht eine Kulturwoche voraus. Den Auftakt bildet am 24. Juli der Christopher Street Day, es folgen ein schwul-lesbisches Chor-Festival, eine Filmnacht und die Literatur-Lounge, auf der der Literaturpreis der schwulen Buchläden verliehen wird. Krönung soll am 29. Juli die Eröffnungsfeier in der Olympiahalle werden: Mit dabein sind Communards-Sänger Jimmy Somerville, Marla Glen, Georgette Dee und die Schwuhplattler. Die Kulturwoche endet am 1. August mit einem Abschlusskonzert im Prinzregententheater. Die Sportveranstaltungen sind kostenlos, Tickets für alle Kulturveranstaltungen könne über München-Ticket und unter www.eurogames.info/2004 gebucht werden.

250 ehrenamtliche Mitarbeiter bereiten das Sportfest seit einem Jahr vor, weitere 650 Helfer haben sich bereits registrieren lassen. Sascha Mrotzek freut sich: "Wir sind stolz darauf, dass uns die Stadt, die Sportvereine und die Szene so großartig unterstützen - und im Sommer hoffentlich auch die Münchner."

Source: Süddeutsche Zeitung page 41



 

5. June 2004 Adam

Der Countdown läuft
EuroGames 2004 in München

Vom 29. Juli bis 1. August findet in München das größte schwul-lesbische Sportereignis des Jahres statt. Über 5.000 Sportler/innen aus 47 Ländern werden sich in 27 Disziplinen messen. ADAM informiert, was die über 20.000 Besucher auf dem Olympiagelände sowie beim einwöchigen Rahmenprogramm erwartet.

München unter dem Regenbogen: Das hieß es schon 1972 bei den Olympischen Spielen. Unter den weltberühmten Zeltdächern treffen sich in diesem Sommer über 5.000 Sportler/innen, um gemeinsam zu wettstreiten und zu feiern. Die Teilnehmer kommen aus 47 Ländern, von Albanien bis Weißrussland. Gastgeber Deutschland stellt mit rund 2.000 Teilnehmern das größte Kontingent, gefolgt von den Niederlanden, der Schweiz, Großbritannien, Dänemark und Frankreich. Etwa zwei Drittel sind Männer, auch etwa ein Dutzend Transgender haben sich angemeldet. Schwimmen und Badminton sind die absolut gefragtesten Sportarten. Hier mussten schon Monate vor Meldeschluss (30. April!) Wartelisten eingerichtet werden. Der Reiz, in der Olympiaschwimmhalle seine Bahnen zu ziehen, wo Mark Spitz einst sieben Goldmedaillen gewann, ist groß. Der Star im Becken ist auch diesmal wieder Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts, die schon an mehreren EuroGames erfolgreich teilgenommen hat.

Die Volleyballer stellen mit rund 900 Teilnehmern die größte Gruppe. Auch bei Leichtathletik und Fußball werden jeweils mehr als 500 Sportler/Innen erwartet. Gut gemeldet sind auch Tennis, Tanzen, Basketball, Rudern und Triathlon. Eher schleppend verliefen die Registrierungen für Handball, Bowling und Cheerleading. Um die jeweils 50 Teilnehmer gibt es bei Karte, Freeclimbing, Luftgewehrschießen und Schach. Interessant: Die Sparte Golf war mit einer Kapazität von 100 Teilnehmern sehr schnell ausgebucht. Die große Eröffnungsfeier am 29. Juli in der Olympiahalle wir von Isabel Varell und Dirk Bach moderiert. Im Showprogramm treten unter anderem Georgette Dee und Marla Glen auf.

Eigentlich beginnen die EuroGames schon mit dem CSD am 24. Juli. Denn ab dieser Gay-Parade läuft bis zum 4. August in und um München ein tolles Kultur- und Rahmenprogramm. Eine Regenbogen-Dampferschifffahrt auf dem Starnberger See, Tagesausflüge nach Neuschwanstein und Herrenchiemsee, Bergtouren etwa in die Partnachklamm oder Benediktinerwand, Wanderungen zum Kloster Andechs, Klassikkonzerte, Straßenfeste, Museumsführungen, Open Airs: Das lockt die Schwulen und Lesben aus aller Welt an. Oberbürgermeister Christian Ude, der die Schirmherrschaft der EuroGames übernommen hat, kann sich auf einen Touristenstrom freuen. Mehr als 20.000 Besucher werden allein am Wettkampf Wochenende erwartet. München ist der absolute Städtetipp dieses Sommers.

Sascha Falk C. Mrotzek: "Stärke zeigen"

Höhepunkte und Einblicke: Der 28-jährige Marketingmanager aus dem Allgäu, als Pressesprecher und Gesicht der Spiele im ADAM Interview

Wie laufen die Vorbereitungen?
Es ist alles im Plan. Wir werden die Zahl von 5.000 Sportler/innen locker knacken.

Bei Sportarten wie Schwimmen oder Badminton gab es sogar Wartelisten.
Beim Schwimmen können wir nur ein Maximum von 550 Teilnehmern bewältigen. Schon am 1. März hatten sich über 700 angemeldet. So haben wir weit über 150 auf der Warteliste sitzen. Das ist schon sehr beeindruckend.

Auch beim Fußball musste die Registrierung frühzeitig geschlossen werden.
Das Interessante ist, dass die Männerdomäne von Frauen beherrscht wird.

Macht sich da der Gewinn der Damen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA bemerkbar?
Das kann sein. Nur ist es im Fußballprofibereich sehr schwer, sich dort als schwul oder lesbisch zu outen. Beim WM-Frauenteam wurden 2 Sportlerinnen ausgeschlossen, als sie sich als lesbisch bekannt haben. Ich finde, dass die EuroGames dazu beitragen werden, das ganze Thema etwas zu sensibilisieren. Wir können zeigen, was Lesben und Schwule auf die Beine bringen. Wir können Präsenz und Stärke zeigen, und Selbstbewusstsein.

Großen Wert legen die Veranstalter auch auf ein Miteinander mit behinderten Sportlern.
Ja, wir konnten als Partner der EuroGames die "Aktion Mensch" gewinnen, die 60.000 Euro für die Behindertenintegration einbringt, sowie den Behinderten- und Versehrtenverband Bayern.

Wie schwer war es, Sponsoren zu finden?
Man kann sagen, dass es in der heutigen Zeit gar nicht mehr allzu schwierig ist, weil viele Unternehmen umgedacht haben und das lesbisch-schwule Potential entdecken. Das sieht man an unserem Goldsponsor Galeria Kaufhof am Marienplatz, der sich sehr stark engagiert, wie auch die Münchner Stadtwerke oder Löwenbräu. Ein Pharmakonzern wie Bristol Myers Squibb will beim Thema HIV und Aids seine Verbundenheit unterstreichen.

Wie stark sind die Spiele auf Sponsoren angewiesen?
Das Budget wird zu rund 50 % durch Sponsoren gedeckt. Dazu gibt es Spenden aus Benefizveranstaltungen wie "Holigay on Ice" und von privaten Gönnern. Und da ist der Verkauf der Tickets. Wir schaffen es, die EuroGames selbst zu finanzieren, ohne städtische Mittel.

Heißt das, die Organisatoren arbeiten ehrenamtlich?
Absolut! Bis heute sind rund 120 aktive ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Allein im Marketing Team sind sehr viele Profis aus Agenturen dabei. Das ist nicht zu toppen. Dabei wird fast übersehen, dass es sich um einen gemeinnützigen Verein handelt, der 2002 für die EuroGames gegründet wurde und sich nach den Spielen wieder auflöst. Wir sind tatsächlich kein kommerzielles Untenehmen.

Wie wurdest du zum Aushängeschild der Spiele?
Ich hab im Sommer 2002 eine kleine Stellenanzeige im "Our Munich" gelesen und mich beworben. Ich komme ursprünglich aus Kaufbeuren, aus dem tiefsten Allgäu, und hatte mich dort seit über zehn Jahren ehrenamtlich in Sportvereinen engagiert. Als das Team sagte, mich könne man als jemand , der die Spiele verkaufen soll, auch gut in einen Anzug stecken, war ein Pressesprecher gefunden.

Treibst du selbst Sport?
Was ich gerne mache ist Schwimmen und Radfahren. Ich hab mir fest vorgenommen, selbst an den EuroGames teilzunehmen.

Was ist die größte Herausforderung?
Die 27 Disziplinen mit über 200 Wettkämpfen unter einen Hut zu bekommen. Da werden mehr als tausend Freiwillige mithelfen. Ich finde, das ist eine großartige Leistung.

Source: ADAM, page 18



 

May 2004 Our Munich I

Der Legende zweiter Teil

Von Manuel Frank

Am 19. Mai starten die EuroGames ihre zweite Magic-Bar-Tour. Über 40 der beliebtesten Münchner Lokale bieten Freigetränke, vergünstigtes Essen und viele Überraschungen an.

Der Countdown für die größten EuroGames aller Zeiten läuft! Am 24. Juli wird der CSD die bunte Kulturwoche, bestehend aus Konzerten, Film- und Shoppingnächten, zahlreichen Partys und vielen weiteren Highlights, Münchens größtes Sportevent bis zur Fußball-WM einläuten. Die Eröffnungsfeier in der Olympiahalle am 29. Juli bildet dann den Auftakt zu Wettkämpfen in 27 Disziplinen von Aerobics bis Volleyball. Über 5000 Sportler- Innen aus 47 europäischen Ländern und mehr als 25000 BesucherInnen werden erwartet.

Schon vor Beginn der Spiele bieten die EuroGames die schiere Lust am Feiern: Am 19. Mai gibt es die zweite Magic-Bar-Tour. Über 40 Lokale rund um den Glockenbach locken erneut mit kleinen und großen Überraschungen. Wer die legendäre erste Tour im Herbst verpasst hat, bekommt nun nochmals die Chance, seine Liste an Lieblingsclubs, -kneipen und -restaurants um einige Neuheiten zu erweitern – ebenso den Bekanntenkreis! Außerdem werden überall die netten EuroTeamer in ihren orangen T-Shirts zugegen sein, die die Gelegenheit dazu nutzen werden, weitere Helfer für die Spiele und Gastgeber für die SportlerInnen zu gewinnen. Für nur 15 Euro gibt es ab Anfang Mai in allen teilnehmenden Locations, in den Buchläden Lillemor’s und Max & Milian sowie in Angelo’s Ticket Shop und im EuroGames Büro in der Blumenstraße die begehrten Couponblöcke.

Zeit: Mittwoch, 19. Mai, ganztägig bis zum nächsten Morgen (richtet sich nach den Öffnungszeiten der Lokale)

Ort: Alexander's Café • Aroma • Arosa Chalét • Baader Café • Bar Jeans • Bei Carla • Bon Valeur • Café Glück • Café im Sub • Café Lotter-Leben • Carmen’s Lounge • Cook • Deutsche Eiche • Die Bank • Eagle Munich • Fraunhofer Schoppenstube • Fred’s Pub • Inge’s Karotte • Iwan • Krablergarten • Kraftakt Café & Bar • Kreuzberger • Lux Bar & Restaurant • Morizz • Moro • New York • Nil • Ochsengarten • Ododo • Orangha Bar & Restaurant • Pop-As • Tumblinger • Rico Restaurant Bar • Rumpler • Seitensprung • Strada • Teddy Bar • The Stud • Vino del Baco • Wirtshaus zum Isartal • Zur Feuerwache • Zur Schwalbe

Kosten: 15 Euro für den Couponblock

Vorverkauf: ab Anfang Mai in allen oben genannten Lokalen, in den Buchläden Lillemor’s und Max & Milian bei Angelo’s Ticket Shop und im EuroGames-Büro, Blumenstr. 28, 1.Stock (vorher anrufen, Tel.: 089/59043691).

Source: Our Munich page 18



 

May 2004 Our Munich II

Ein München-Bilderbuch für die EuroGames
Der Künstler Robert C. Rore stellt sein neuestes Werk vor

Von Karl H. Prestele

Die EuroGames in München scheinen unter einem guten Stern zu stehen, das zeigt sich immer wieder. In wenigen Wochen beginnen die Spiele, aber schon jetzt werfen sie ihre Schatten voraus. Ein glücklicher Zufall wollte es, dass der bekannte Münchner Künstler Robert C. Rore seit langem ein München-Buch geplant hat, das demnächst erscheint, und das er nun großzügig in die Dienste der EuroGames stellt. Zusätzlich zur Buchhandelsausgabe wird ein Spezialeinband mit dem Hinweis auf die EuroGames und deren Logo gedruckt.

Der gebürtige Berchtesgadener Robert C. Rore, der mit 18 Jahren nach München zog und seitdem hier lebt, hat sich vor allem mit Männerbildern und Obst- und Gemüse-Stillleben in der deutschen Kunstszene einen Namen gemacht. Längst vorbei sind die Zeiten, wo er als Chemieund Kunstgeschichts-Student sein Dasein als Pflastermaler und Zeichner touristischer Sehenswürdigkeiten fristete. Mit seinem München-Buch kehrt er aber gewissermaßen noch einmal zu den Anfängen seiner Künstlerkarriere zurück.

Denn in den rund 150 Aquarellen und Zeichnungen des Buches zeigt er seine ganz persönliche Sicht auf die Stadt München, und zwar nicht nur deren allseits bekannte und bedeutende Sehenswürdigkeiten, sondern mit viel Liebe zum Detail auch weniger vertraute und oft übersehene Orte, Winkel und Gebäude im ganzen Stadtgebiet. Sein Buch will keine gezeichnete Variante eines touristischen Fotobandes mit dem immer gleichen Blickwinkel auf tausendfach abfotografierte Objekte sein. Vielmehr lassen sich manche Bauten in seinen Aquarellen auch mit dem besten Weitwinkel-Objektiv nicht so wiedergeben, wie Rore sie mit seinem malerischen Auge aufs Papier bringt, so etwa die Fassade der Residenz, die Augustiner-Brauerei oder das Prinzregententheater. Einige Male wagt er sogar die Gegenüberstellung zweier ungewohnter Motive auf einer Doppelseite, die durch diesen Kontrast an Reiz hinzugewinnen.

Es hat durchaus was für sich, den erotischen „Barberinischen Faun“ in der Glyptothek mit der hindrapierten Nackten auf einem Gemälde von Boucher aus der Alten Pinakothek kombiniert zu sehen, die berühmten Münchner Moriskentänzer aus dem Stadtmuseum mit der bunten Kunststoffsäule von Olaf Metzel im Treppenhaus der Pinakothek der Moderne, die in kurzer Zeit schon so etwas wie deren Wahrzeichen geworden ist, oder das Max-II-Monument in der Maximilianstraße mit den schnittigen Windsurfern auf der Theresienwiese unter der Bavaria. Natürlich dürfen die knackigen Eisbach-Surfer genauso wenig fehlen wie die hüllenlosen Sonnenanbeter im Englischen Garten oder die fantasieanregenden Formen der zwei Türme der Frauenkirche – aber ein bisschen Klischee darf durchaus auch sein!

Robert C. Rores Blick auf München ist sympathisch subjektiv und mit einem amüsanten Augenzwinkern und feiner Ironie unterlegt. Das beweisen auch seine eigenen, handschriftlich hinzugefügten Bildkommentare, die ihn als scharfzüngigen Beobachter zeigen. Dazu passen ideal die humorvollen und kenntnisreichen kleinen Kapitel der bekannten Münchner Autorin Lilian Schacherl, die schlaglichtartig die Münchner Stadtgeschichte und die Befindlichkeiten ihrer Einwohner beleuchten. Beides – die eleganten und flüssigen Texte und die luftig wie locker hingeworfenen und skizzenhaft offenen Bilder – feiert die bayerisch-barocke Leichtigkeit, die „Italianità“, die unsere Stadt so anziehend für viele macht. Kein Wunder, dass sich beim Durchblättern ein Lebensgefühl einstellt, das die Feststellung wieder einmal zu bestätigen scheint, München sei die nördlichste Stadt Italiens.

Dieses Buch ist eine einzige Liebeserklärung an München. Ideal also zum Verschenken an Freunde, Verwandte, Gäste und als Souvenir für all die Tausenden Besucher, die Ende Juli zu den EuroGames nach München strömen werden. Wer es kauft, tut auch den EuroGames etwas Gutes: Zwei Drittel von den 20 Euro, die es bei den Vorverkaufsstellen kostet (siehe Infokasten), gehen an die EuroGames.

Zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt wird Robert C. Rores Buch am 26. Mai in der Galerie Ruetz, die gleichzeitig die originalen Aquarelle und Zeichnungen aus dem Buch in einer Ausstellung präsentiert und die man auch käuflich erwerben kann. Zu dieser Vernissage um 19 Uhr sind alle München-Fans, Kunstfreunde und EuroGames-Interessierte herzlich eingeladen.

Info

Buch: „München. Ein Skizzenbuch“, Illustrationen von Robert C. Rore, Texte von Lilian Schacherl
Verlag: Glaspalast Edition, Augsburg 96 Seiten, vierfarbiger Druck, Format im Buchblock, 244 x 280 mm
Preis: 20 Euro (zwei Drittel davon gehen an die EuroGames) Vernissage und Buchvorstellung: Mittwoch, 26.05, um 19.00 Uhr in der Galerie Ruetz, Frauenstr.13
Vorverkauf: Kunst(b)handlung, Spexter, Two in One
Kontakt: E-Mail: gaw@robert-c-rore.com
website: www.robert-c-rore.com

Source: Our Munich page 32



 

May 2004 Our Munich III

Fechten mit Florett und Feder
Beim Begriff Fechten denken die meisten an Ritterfilme und schlagende Verbindungen.
Anders Margit Roth: Die 36-Jährige ist seit vier Jahren mit dem Florett aktiv.

Von Ariane Rüdiger

Ich wollte eigentlich schon viel früher fechten lernen, aber ich habe einfach keine Möglichkeiten gefunden. Was es gab, war mir zu militärisch und martialisch“, erinnert sich Roth, die im bürgerlichen Leben mit der Feder ficht: Sie ist Cheflektorin für alles rund um Mathe, Naturwissenschaft und Technik beim Oldenbourg- Verlag. Die drahtige Sportlerin behalf sich also mit Alternativen: zunächst Leichtathletik, dann Klettern. In dieser Sportart startete sie bei den GayGames in New York.

Schließlich wurde Roth hinsichtlich ihrer Traum- Sportart doch noch fündig: Übers Internet entdeckte sie den MTV München 1879, einen Münchner Fechtverein mit rund 250 Mitgliedern beiderlei Geschlechts. Er betreibt die einzige Sporthalle der Stadt, die speziell auf den Fechtsport zugeschnitten ist. Gefochten wird mit Florett, Degen oder Säbel, zwischen denen feine Unterschiede bestehen. Sie beziehen sich auf die Form der Abdeckung des Griffs, die erlaubte Trefferfläche und darauf, ob für einen Treffer nur geradeaus gestochen oder auch von schräg geschlagen werden darf. Verletzungen durch die Waffe sind dank moderner Materialien so gut wie ausgeschlossen. „Man holt sich beim Fechten höchstens blaue Flecken oder mal eine Zerrung. Der Körper reagiert allerdings auf jeden Fechtangriff mit einem Adrenalinstoß, als ginge es ums Leben“, sagt Roth.

Mittlerweile hat Margit Roth, die sich schließlich fürs Florett entschied, nicht nur eine komplette Ausrüstung, sondern auch einige für Spätstarter wie sie beachtliche Meriten errungen: Sie ist Dritte der bayerischen Seniorenliste (ab 30 Jahre) und auf einem der Dreißiger-Plätze der bayerischen Aktiven-Landesliste. Roth nimmt rund einmal monatlich an Wettkämpfen teil – meist in Bayern, aber auch international. Vor kurzem konnte sie in den Niederlanden einen zwölften Platz herausholen. Damit sie fit bleibt, trainiert sie zweimal wöchentlich zweieinhalb Stunden. In ihrem Verein lebt Roth ihre sexuelle Identität offen und hatte damit noch nie Probleme. Außer ihr fechten zwei schwule Männer beim MTV. Als Roth sich verpartnerte, „kam unsere ganze Mannschaft in voller Ausrüstung und stand Spalier“, erinnert sie sich.

Am Fechten faszinieren sie die Schnelligkeit und die Konzentration. „Entweder man ist voll dabei, oder man geht am besten gleich von der Bahn. Man muss angreifen, also aggressiv auf einen Gegner zugehen. Weil ich sehr wettbewerbsorientiert bin, liegt mir das“, sagt Roth und widerspricht damit allen Vorurteilen hinsichtlich kuschelweicher Weiblichkeit. Für ihre Tatkraft spricht auch, dass sie sich kurz entschlossen in die EuroGames-Organisation einklinkte: „Als ich hörte, dass es keinen Fechtwettbewerb geben würde, habe ich beschlossen, einen zu organisieren – übrigens den ersten im Rahmen von Euro- oder Gay Games“, sagt sie. Ihr Verein unterstützt die lesbische Fechterin dabei: „Es war kein Problem, unsere Halle zu bekommen.“ Die EuroGames-Fechter und -Fechterinnen werden also in einem optimalen Umfeld um die Medaillen kämpfen.

„Ich hoffe, dass durch die EuroGames mehr Lesben und Schwule entdecken, wie faszinierend der Wettkampf auf der Fechtbahn sein kann“

Für den EuroGames-Wettbewerb konnte die Fechterin eine prominente, offen lebende Lesbe – im Leistungssport immer noch eine Rarität – als Schirmherrin gewinnen: Imke Duplitzer, die Degen-Junioren-Weltmeisterin. Sie wird zum Beispiel die Medaillen verteilen. Alle Disziplinen, also Degen, Florett und Säbel, Einzel- und Mannschaftswettbewerbe, sollen ausgefochten werden. Wer am Mannschaftswettbewerb teilnehmen möchte, aber kein volles Team mitbringt (es besteht aus drei Aktiven eines Geschlechts), wird einem Pool zugeteilt. Aus dem heraus bilden die Organisatoren dann Mannschaften. Derzeit sind bereits zehn Anmeldungen eingegangen. Doch das ist längst nicht alles. „Ich rechne mit bis zu 100 Aktiven“, sagt Roth.

Eine lesbischschwule Trendsportart war das Fechten bisher nicht. Vielleicht, weil die Assoziationen mit Burschenschaften, kriegerischem Gehabe und erzkonservativen Kreisen das Bild trüben. „Ich hoffe, dass durch die EuroGames mehr Lesben und Schwule entdecken, wie faszinierend der Wettkampf auf der Fechtbahn sein kann und in unsere Anfängerkurse kommen“, sagt Roth. Schließlich geht es beim Wettkampf- Fechten nicht darum, blind draufzuhauen oder sich Narben zu schlagen, sondern um kontrollierte Aggression, Schnelligkeit, Präzision und Konzentration.

Source: Our Munich page 33



 

13.04.2004 tz München

Eurogames 04
Wie Olympia – nur andersrum

Wettkämpfe für Schwule, Lesben und den Rest

Von Barbara Wimmer

Handtaschenweitwurf und Stöckelschuh-Rennen: Solche Disziplinen gehören zu den Attraktionen des Christopher Street Day, der heuer am 24. Juli stattfindet. Diesen Sommer ist das jährliche Festival der Schwulen und Lesben nur der turbulente und schrille Auftakt für ein Spektakel, das in dieser Dimension erst einmal in Europa stattgefunden hat: Nach Zürich ist München die zweite Stadt, in der die Eurogames veranstaltet werden: eine Art Olympiade, die zwar im internationalen Wahrzeichen der Homosexuellen, dem Regenbogen steht, an der aber alle teilnehmen können.

In den oben genannten Sportarten werden zwar keine Wettkämpfe ausgetragen, doch unter den 27 Eurogame-Disziplinen sind einige, die bei olympischen Spiele - zumindest so - nicht vertreten sind. 5000 Sportler (4000 sind schon eingegangen) werden um Gold-, Silber-, und Bronzemedaillen kämpfen, in Fuß- und Basketball, Rudern, Schach und Schwimmen, aber eben auch in Aerobics oder Cheerleading. Und bei den Tanzturnieren kann man nicht sagen, "der Herr führt" - denn entweder gleiten zwei Herren übers Parkett oder eben zwei Damen.

Ein üppiges Programm also für die 20.000 Zuschauer, die das Organisationskomitee erwartet. Seit Monaten sind etwa 100 "Euro-Teamer" mit der Vorbereitung des Mega-Events beschäftigt. "Alles Ehrenamtliche", berichtet Christan Felix, für Marketing zuständig. Er muss nicht nur das Event planen, sondern sich auch selbst fit machen. Schon in Zürich lief er den Marathon mit, ebenso in Sydney bei den Gay Games.

Rosa-Liste-Stadtrat Thomas Niederbühl hat sich bei der Stadt dafür eingesetzt, die Veranstaltung nach München zu holen. OB Christian Ude ist in diesem Jahr nicht nur Schirmherr des Christopher Street Day, sondern auch der Eurogames. Geld gibt's nicht von der Stadt, dazu ist sie finanziell zu schwach auf der Brust, dafür aber Sonderkonditionen für die Benutzung des Olympiageländes und der anderen Sportstätten, der MVV gewährt einen Sonderpreis.

Zum Ausgleich für sportliche Höchstleistungen gibt es ein umfangreiches Outdoorprogramm, zum Beispiel Wander-, Fahrrad- oder Skatetouren. Auch kulturell wird während der ganzen Woche einiges geboten, vom Bayerischen Abend mit den Schwuhplattern im Zunfthaus über eine schwul-lesbiche Filmnacht im Atelier- und City-Kino bis hin zum internationalen Chortreffen mit verschiedenen Konzerten (www.eurogames.info/2004). Insgesamt rechnen die Organisatoren mit 800.000 Euro Kosten. Die können nur zum Teil mit Teilnahmegebühren (68 bis 78 Euro) gedeckt werden. Als Sponsoren haben sich bisher Granini, Bristol-Myers Squibb, die Deutsche Eiche und Webport gemeldet.

Gold-Sponsor ist Galeria Kaufhof am Marienplatz (siehe unten). Und der Vertrag mit Silber-Sponsor Löwenbräu ist auch so gut wie unter Dach und Fach.


Kaufhof unterstützt Schwulen-Fest

Haus am Marienplatz: Geld- und Sachspenden für die Games

Galeria Kaufhof am Marienplatz hat sich entschieden, den Organisatoren der schwul-lesbischen Eurogames als "Gold-Sponsor" Hilfestellung zu geben. Das Spendenpaket umfasst 50.000 bis 55.000 Euro, zum anderen Sachspenden wie T-Shirts, Rucksäcke und Ähnliches. Die tz fragte Geschäftsführer Reimund Baumheier, was ihm an diesem sportlichen Event so besonders gefällt.

Es sei zum einen die Tatsache, dass es sich um "eine große Breitensportaktion handelt", sagt Baumheier. Außerdem hätten die drei Herren vom Eurogames-Organisationsteam ihr Konzept so mitreißend geschildert, dass er erkannt habe: "Das ist eine rundherum sympathische Aktion."

Und die passt zur Galeria Kaufhof in der guten Stube der Stadt, zu ihrer Kundschaft und ihrem Personal. Das Haus am Marienplatz verstehe sich als liberal, weltoffen. Baumheier: "Für religiöse, politische und sonstige Neigungen unserer Kunden interessieren wir uns nicht." Die Mitarbeiter seien begeistert von der Idee, dass sie bei den Eurogames praktisch mitspielen dürfen.

Source: tz München page 6



 

April 2004 reFRESH Magazine, London

MUNICH BUTCH! EUROGAMES 2004

A right little Athlete´s Village! As queer gear up for EuroGames IX in Munich this summer (29th July - 1st August), Adrian Gillan checks the form, plays the field and asks: cheerleading?

„Oh come on!“ whoops Sascha Falk C. Mrotzek of EuroGames Munich. „Cheer-leading and line-dancing are as serious as swimming, track and field or basketball. It´s sport and passion! EuroGames are a serious sporting event – people take part in order to compete and maybe win. It is also a political statement too as we fight for the integration of groups against whom people still discriminate today. And whatever, nothing should prevent people from simpy enjoying themselves when they come here to lovely Munich.“

27 sports, 5,000 competitors; 20,000 spectators – from wresting and dancing to chess and cheerleading: it can only be the the ninth EuroGames. Held annually - except every fourth year when the international Gay Games are held – this year even will take plarce at the magnificent 1972 Olympic Stadium in Germany´s third largest city. With a budget in excess of half a million pounds – mostly coming from sponsors and ticket sales – the event is volunteer-led and doesn´t expect a profit, at least not a whopper one.

„The sporting standard is generally very high“, insits Mrotzek. We do indeed have professional athletes who either, although EuroGmes is officially known as a mass sporting event for amateurs. We always emphasize that the event is for everybody – the name „EuroGames“ indeed lacks any gay reference. On the other hand, ninty percent will indeed be LGB.“

And there´ll be lots of action off the track too, with competitors and spectators enjoying a festival of culture, mingling gaily in the central area around Sendlinger Tor and Müllerstrasse so bringing with gay venues that even the beer´s queer. But behind the feats and cheers, beyond the bustle and bonding, the backslapping and stabbing, thera are some serious questions to be answered. Isn´t there a danger the Athlete´s Village might become yet another ghetto?

Defends Mrotzek: „As long as LGB athlethes have to hide themselves within „straight“ sports clubs and competitions, there will be a need to convene LGB sport events like EuroGames. But that´s not Munich´s endgame. We are determinded to be extremely public at the Olympic site. We want to attract many straight participants and spectators, to be visible, make contact and therefore stimulate integration.“

„We´ve certainly got bigger“, reflects Pepe Garcia Vazquest, General Secretary of European Gay & Lesbian Sports Federation (EGLSF), which mandates EuroGames as part of its pan-Euro LGB sports function. He casts back to vthe very first 1992 EuroGames: „We attract more participants and countries year on year. In Munich you´ll see entrants from East and Central Europe, and from newer Southern states. We´ve also noticed increasing input from mainstream authorities, institutions and sponsors.“

„Sport is still one of the most homophobic milieus“, he regrets, „in some ways even more so than the army or church. Nevertheless we´ve noticed some encouraging signs. Many sports people are less afraid of „coming out“ now , and ther ist grater cooperation with some mainstraem sports federations.“

Vazques disagrees that regions with the poorest sporting integration have of necessity, the moste developed LGB sporting networtks: „To the contrary. The LGB sport organisations are the outcome of an active and visible community, so - unhappily – the poorer the integration, the leser the network developement. Inthat sens the EGLSF and inidviudual LGB clubs have an importan outreach role. Generally speaking, poorest integration is found in Southern, Eastern and Central Europe – although the situation ist chaing very quickly in some cases. In Northern contureis the conditions vary from place to place, but oone would have to admit that there is still a lot of work to be done by all parties everywhere.“

„The EuroGames, other tournaments and each and every LGBT sports club itself all help boost visibility“, Vazques sides with Mrotzek. „That´s surely the first step toward integration. Of course we can all dream of fully integrated sports throughout Europe, with no homophobia and full acceptance – and that must indeed be our goal – but, bing realistif, we are very far from it just yet. And even if it comes, EuroGames needn´t disappear. It can continue as a successful general sporting event, open to all.“

Vazques explains why the vast majority of EGLSF members are currently from German and Holland: „It´s up to each individual club or association to decide to be listed on the EGLSF site or become a member. One of the reasons for ther overwhelming presence of Dutch and German clubs is because it was LGBT clubs from these nations that pioneered sporting activities at European level. But clubs from other countries – notably Spain, Hungary, Slovenia and Bulgaria – are signing up. And it is encouraging that recently a few more British clubs have even joined too! Let´s hope we even get some new bids to host EuroGames soon from your side of the Channel.“

Indeed, the good old Anglo-Continental divide even seem to manifest itself at hte queer sporting level. The1999 EuroGames were scheduled to be held in Manchester hosting EuroPride last year. Blighty still awaits its moment of EuroGames glory!

The EGLSF is currently a member organisation of the international Federation of Gay Games and participants on its encommittees and at its Annual General Meeting. Vazques ist stoical about the recent schism that has seen Montreal split from the Federation of Gay Games to host its owns international LGB sporting event in 2006, with (at time of going to press) Chicago and Los Angeles competing to host the official 2006 Gay Games: „The feeling about all this cannot be be but very sad. It´s a great disappointment for the entire LGBT sports community that those involved were not able to reach agreement. The most positive way to understand the situation would perhaps be to consider it as call for reneval and to be conscious of the diverse ways of conceiving a sports policity for the global LGBT community.

EuroGames IX takes place in Munich 29th July - 1st August: www.2004.eurogames.info. For the history and heritage of EuroGames and latest information on the European Gay & Lesbian Sports Federation (EGLSF) and LGB sporting event across Europe:

www.eurogames.info or www.gaysport.info

Source: reFRESH



 

April 2004 Our Munich

Magic Bar Tour – der 2. Teil

“Nachdem die Wiener aus waren, habe ich Spaghetti gekocht”

Schon jetzt vormerken: Die „MBT II“ zu Gunsten der EuroGames 2004 findet am Mittwoch, 19. Mai, statt, (der Abend vor Christi Himmelfahrt). Dann ist festes Feiern angesagt und am folgenden Tag kann jeder bis in die Puppen schlafen. Ziel der Veranstaltung ist, neben ordentlichen Spenden, Helfer und Gastgeber für den Mammutevent EuroGames zu werben.

Das Prinzip ist dasselbe wie bei der legendären „Magic Bar Tour I“: Die Tour-Gänger kaufen ein Coupon-Heft und bekommen damit in den Bars, Kneipen und Restaurants, die mitmachen, verbilligt oder kostenlos zu essen und/oder zu trinken. Als klare Überzeugungstäter für den guten Zweck sind die angesagtesten Locations der lesbisch-schwulen Szene wieder mit dabei!

Welchen Spaß-Faktor die Tour erreicht, lässt sich aus den Kommentaren der Wirte und Kneipiers zur „MBT I“ heraushören. Diese reichten von “Regal fast leer getrunken, kein Umsatz, 10 Liter Schnaps und ein Fass Bier verschenkt, bereue aber nichts” über “Zum ersten Mal im Leben Schwielen an der Hand, nach 275 Caipis, so viel wie noch nie” bis hin zu “Stammgäste sind verschwunden, da Laden zu voll, zu viele betrunkene Frauen”. Verflucht sei, wer Schlechtes dabei denkt – es dient einem guten Zweck. Außerdem gilt: Lieber den Hals verrenkt, als dem Wirt etwas geschenkt. (nh)

Source: Our Munich page 14



 

10.3.2004 Münchner Wochenblatt

(Titel:) Top-Event des Sports
EuroGames erwarten mehr als 5000 Athleten

Rund um das Olympiagelände finden vom 29. Juli bis 1. August die EuroGames statt. Gäste aus ganz Europa treffen sich zu sportlichen Wettkämpfen, die in ein kulturelles und touristisches Rahmenprogramm eingebettet sind. Mehr darüber im Innenteil.

(Innenteil:) Top-Event des Sports
EuroGames erwarten mehr als 5000 Athleten

(Foto, BU: PR-Manager Sascha C. Falk Mrotzek freut sich, stellvertretend für das gesamte EuroGames-Veranstaltungsteam, über die große Resonanz, die die Spiele bei Aktiven findet.)

München (rg/wobl) EuroGames-PR-Manager Sascha C. Falk Mrotzek strahlt über das ganze Gesicht: "Wir haben bereits mehr als 4000 Anmeldungen und werden die Schallmauer von 5000 Teilnehmern knacken."

EuroGames? Unter dem Motto "Munich s'ports the rainbow" finden rund um das Münchner Olympiagelände an drei Tagen mehr als 200 Wettkämpfe statt. Ausgefallene Sportarten wie Line Dance, Luftgewehrschießen und Fechten gehören ebenso zum Programm wie Schwimmen, Volleyball oder Leichtathletik.

Die Schirmherrschaft hat Oberbürgermeister Christian Ude übernommen. Der in seinem Grußwort unter anderem erklärt: "Es gibt viele Indikatoren, an denen sich das Klima des toleranten und liberalen Miteinanders der Landeshauptstadt München ablesen lässt. Besonders deutlich wird dies gerade auch an der Vitalität der schwulen-lesbischen Kultur, die sich in unserer Stadt etabliert hat und erfreulich selbstbewusst ihre Präsenz zeigt."

Spiele nur für Schwule und Lesben? Mitnichten. Bei den EuroGames vom 29. Juli bis 1. August ist jeder willkommen, "unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung , religiöser oder politischer Einstellung. Behinderte Athletinnen und Athleten sind ausdrücklich eingeladen, an den Spielen teilzunehmen."

Die EuroGames möchten ihren Gästen aus ganz Europa – rund um die sportlichen Wettkämpfe – auch ein kulturelles und touristisches Rahmenprogramm bieten. Schon am 24. Juli beginnt die Kulturwoche. Die Besucher erwarten Konzerte, Filme, Ausstellungen, Führungen und Partys. Der Goldsponsor Galeria Kaufhof am Marienplatz lädt beispielsweise die Teilnehmerinnen zu einer attraktiven Shopping-Nacht ein. Bavaria Filmstadt bietet täglich Sonderführungen durch die Filmstadt und zwölf lesbisch-schwule Chöre aus ganz Deutschland werden in vier Konzerten auftreten.

So ein Event in der Landeshauptstadt kostet natürlich Geld. So sind die über 120 ehrenamtlichen Helfer dankbar, dass Firmen wie die Deutsche AIDS-Stiftung, Galeria Kaufhof am Marienplatz, Aktion Mensch, Bristol-Myers Squibb, Löwenbräu, Stadtwerke München, Hotel Deutsche Eiche, Granini, Webport IT-Services und Bavaria Filmstudios dem Veranstalter unter die Arme greifen.

Weitere Sponsoren sind jederzeit willkommen. Mehr zum Sponsoring und den Aktivitäten der EuroGames unter www.eurogames.info. Adresse: Blumenstraße 28, 80331 München, Telefon: (089) 5 90 43-6 91.

Source: Münchner Wochenblatt



 

March 2004 Our Munich I

Barbara Wankerl gibt Lesben ein Gesicht

Von Ariane Rüdiger

Sportlich ist Barbara Wankerl eigentlich nicht. Dass sie heute bei den EuroGames im Kraulen für die Isarhechte antritt, hat eher mit ihren Studienjahren zu tun: Die Biologiestudentin lebte nämlich sechs Jahre ohne Dusche. „Weil Schwimmen noch dazu der einzige Sport war, in dem ich jemals mithalten konnte, lag es nahe, auch in München regelmäßig zum Schwimmen zu gehen.“ Die drahtige Mittdreißigerin erarbeitete sich mit erstaunlicher Hartnäckigkeit ein eigenes Trainingsprogramm. „Am Anfang schaffte ich gerade mal 500 Meter und war froh, wenn ich eine Bahn durchkraulen konnte. Jetzt schaffe ich 2000 Meter Kraul am Stück“, sagt sie. Inzwischen hat Barbara Wankerl zwar eine Dusche, ihre Begeisterung für das Schwimmen hat das aber nicht beeinträchtigt. Die PR-Beraterin kam Anfang der Neunziger zu den Isarhechten. Dort lernte sie Dirk Sesselmann von den EuroGames kennen. Ihre knappe Freizeit muss die Schwimmerin genau aufteilen. Denn sie hat neben dem Schwimmen nicht nur eine Freundin, sondern auch noch ein weiteres anspruchsvolles Hobby: Theaterspielen. Mit der Tollhaus Theater Compagnie, die in der Pasinger Fabrik ihre Bühne hat, produzieren sie und andere jedes Jahr zwei meist moderne Stücke. „Deshalb weiß ich, wie es ist, wenn viele einen ansehen“, sagt Barbara Wankerl. Und das mag wiederum den Ausschlag gegeben haben dafür, dass Dirk Sesselmann die Wahlmünchnerin bat, sich für die EuroGames-Werbung ablichten zu lassen.

Tatsächlich strahlt Barbara Wankerl auf dem Foto, das nun in ganz Europa verbreitet wird. Dabei hatte sie sich die ganze Sache zunächst viel bescheidener vorgestellt. „Ich nahm an, es würde noch viel mehr Models geben und mein Gesicht würde nur auf einem Flyer und einer Broschüre erscheinen.“ Mit der unerwarteten Berühmtheit hat sie aber keine Probleme, im Gegenteil sieht sie sich nun als Plattform, um etwas zu bewegen. Einerseits hofft sie, durch ihr Engagement mehr Frauen für die Isarhechte zu begeistern. „Der Verein ist sehr männerlastig – von rund 160 Mitgliedern sind nur 20 bis 30 Frauen“, bedauert sie. Sie möchte zeigen, dass die EuroGames Freude und Spaß bedeuten. Und schließlich hat sie das öffentliche Bild von den Lesben aufs Korn genommen: Während Schwule als attraktive Konsumenten mit dickem Geldbeutel gelten, sieht man in der Lesbe die verbiesterte Emanze ohne Spaß am Leben. „Ich würde gern das tief sitzende Negativimage von der verbiesterten Lesbe erschüttern“, sagt Barbara Wankerl. Wenn das mit diesem Foto nicht gelingt, wie dann?

Source: Our Munich I



 

March 2004 Our Munich II

Sportbegeisterte Lesben vor
Frauenpower für die EuroGames – 29. Juli bis 1. August in München

Von Elke Amberg

Die Hälfte der EuroGames den Frauen – 50 Prozent Teilnehmerinnen! Das ist das Ziel der EuroGames-OrganisatorInnen in München. Frauen sollen sich bei den IX. EuroGames wohl fühlen. Sowohl im Kulturprogramm, das bereits eine Woche vorher beginnt, als auch bei den 27 Sportarten laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Eines der größten lesbischschwulen Sport-Events in Europa freut sich über zahlreiche Anmeldungen sportbegeisterter Lesben.

Vorbedingungen für die Teilnahme gibt es keine, von der einzelnen Freizeit-Joggerin bis zum geübten Fußball-Team haben Lesben, Heteras und Transgender aller Leistungsstärken ihren Platz. Auch behinderte Frauen sind herzlich willkommen. Die Freundinnen oder die Liebste können sich parallel dazu beim umfassenden Kulturprogramm mit Ausstellungen, Kabarett, Konzerten und Partys vergnügen. Für die Eröffnungsfeier in der Münchner Olympiahalle werden momentan Stars und Szenestars wie Marla Glenn, Georgette Dee und die Croonettes geworben.

Dabei sein ist alles

Das Sportspektakel der lesbisch-schwulen Community ist in Frauen- und Lesbenkreisen bisher nur wenig bekannt. Es findet regelmäßig in wechselnden Städten statt, zuletzt in Kopenhagen. Von A wie Aerobics über Badminton, Fußball, Schwimmen, Tennis, Tischtennis bis zu Triathlon und Volleyball ist ein breites Spektrum von insgesamt 27 Einzel- und Gruppensportarten geboten. Bei der Vorbereitung engagieren sich zurzeit etwa 120 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der lesbischschwulen Szene, verteilt auf mehrere „Abteilungen“, wie zum Beisiel Sport-Management, Kultur, Sponsoring, Marketing. Der Münchner OB Christian Ude ist Schirmherr der Großveranstaltung.

Einsatz für Frauen lohnt

Bisher gingen mehr als 3000 Anmeldungen ein, mit rund 5000 teilnehmenden Sportlerinnen und Sportlern rechnen die VeranstalterInnen bis Registrierungsende am 30. April. Inklusive der SportlerInnen werden die EuroGames etwa 20.000 BesucherInnen in München willkommen heißen.

Eine Frauenquote von 50 Prozent ist keine Traumtänzerei. Sie wurde erstmals bei den VII. EuroGames 2000 in Zürich erreicht. Bei den diesjährigen großen EuroGames (die nur alle vier Jahre stattfinden) ist der Münchner Frauensportverein Amazonen Mitveranstalterin. Die beiden Volleyball-„Amazonen“ Sabine Malecek und Annette Wolff sitzen als zwei von acht Vorständen im Leitungsteam der Games. Sabine Malecek organisiert die gesamten Sportarten und sorgt für deren reibungslosen Ablauf, Annette Wolff ist die Fachfrau für Finanzen. Somit sind zwei zentrale Positionen von Frauen besetzt. Beide engagieren sich auch persönlich mit Infoständen und Veranstaltungen dafür, möglichst viele Frauen für die Mitorganisation und Teilnahme zu gewinnen. Der Frauenanteil beträgt bisher etwa ein Drittel (Stand: Januar), sowohl bei den OrganisatorInnen als auch bei den Teilnehmerinnen.

Olympiagelände erobern

Tanzen, Badminton, Schwimmen und – nach dem WM-Sieg der weiblichen Nationalelf – natürlich Fußball sind die begehrtesten Sportarten der bereits angemeldeten Lesben. Wobei Fußball die bisher höchste Frauenquote mit 85 Prozent erreicht, gefolgt vom Standardtanz mit 70 und Basketball mit 60 Prozent. Die Männer entscheiden sich häufiger für Schwimmen, Badminton, Leichtathletik und Tennis. München lockt mit außergewöhnlichen Veranstaltungsorten: Erstmals finden die Eröffnungszeremonie, ein großer Teil der Wettkämpfe und Events in der Olympiahalle und auf dem Olympiagelände von 1972 statt. Wer die Teilnahme bei den Games mit anderen Urlaubsaktivitäten verbinden möchte, findet die bayerischen Seen und Berge direkt vor der Haustür. Besonderes Plus für Sport-Lesben: Jede Sportart wird sowohl von Männern als auch von Frauen betreut, die Frauenturniere werden sogar allesamt von Frauen organisiert.

Party und mehr

Auch kulturell ist der Stand der Vorbereitungen mindestens fifty-fifty. Bei der großen Eröffnungszeremonie in der Olympiahalle teilen sich eine Moderatorin und ein Moderator das Mikro. Zusammen mit Marla Glenn und den Szenestars werden sie ihr Bestes geben um die – ähnlich wie nei einer Olympiade – einmarschierenden TeilnehmerInnen für den sportlichen Teil anzuheizen. Im Rainbow- Village stehen mehrere Lesben und Schwulen- Chöre auf dem Programm, die stimmgewaltige Katharina Herb, Musicalstar Uwe Kröger und verschiedene Bands und Gruppen. Rock, Tango, Klezmer, Stepptanz, Filme und Theater, die Schauspielerin Ulrike Folkerts wird voraussichtlich eine „Performance-Lesung“ geben – frau darf gespannt sein! Aber natürlich gibt es auch im „Begleitprogramm“ Sport: Parallel zu den Wettkämpfen organisieren die Münchner Hykedykes verschiedene Trekkingund Wandertouren. Höhepunkt ist natürlich eine Mega-Women-Only-Party zum Abtanzen – für alle, die sich dann noch nicht sportlich verausgabt haben!

Info

Kontakt für Frauen: Sabine Malecek, Tel.: 089/44 49 92 04
women@eurogames.info
Registrierungsende: 30. April (Ende der Frühregistrierung 29.2.)
Infoabend: Kofra, Baaaderstr. 30, 80469 München, im März (genauen Termin bitte erfragen)

Source: Our Munich page 40



 

March 2004 Our Munich III

Gay Games 2006 nicht in Montreal
Der Dachverband der Gay Games hat Montreal das Event entzogen. Die Kanadier wollen nun ihre eigenen Spiele veranstalten.

Von Dennis Klein

Die Gay Games wurden 1982 zum ersten Mal in San Francisco ausgetragen. Damals mit gerade 1300 Sportlern, ist das Ereignis inzwischen zu einem Multimillionen-Dollar-schweren Event angewachsen. Doch damit fingen die Probleme erst an. Nun hat die Federation of Gay Games (FGG) Montreal, dem Austragungsort 2006, wegen Streitereien die Spiele wieder entzogen.

Doch die Frankokanadier geben sich kämpferisch. Sie wollen ihr eigenen Sportevent veranstalten, auch ohne die Unterstützung der FGG: „Wir werden die besten Spiele veranstalten, die schwule und lesbische Athleten jemals gesehen haben“, verspricht Mark Tewksbury trotzig. Er ist Chef von Montreal 2006 und hatte 1992 bei den Olympischen Spielen Gold im Schwimmen geholt. Der Streit zwischen den Kanadiern und der FGG schwelte bereits seit Jahren. Die Dachorganisation wollte die Spiele diesmal eher klein halten, da die beiden voherigen Austragungsstätten Sydney und Amsterdam herbe Verluste eingefahren hatten und dadurch bereits im Vorfeld unsicher war, ob die Spiele überhaupt stattfinden konnten.

Der größte Knackpunkt nach außen: Montreal plante ursprünglich die Teilnehmergebühren von 24000 Athleten ein, knapp doppelt so viele wie in Sydney 2002. Das sei zu erreichen, da die Mehrheit der Sportler aus Nordamerika käme, denen der Weg nach Australien zu weit gewesen sei. „Völlig unrealistisch“, konterte die FGG.

„Wir wollten daher eine engere Zusammenarbeit mit unserem Austragungsort, insbesondere im finanziellen Bereich“, so Roberto Mantaci von der FGG. „Bei Sydney 2002 hatten wir das erste Mal die Möglichkeit, diese Partnerschaft anzugehen. Leider haben wir zu spät damit angefangen, sodass sie nicht den gewünschten Effekt erzielen konnte.“ Sydney hatte ein Defizit von umgerechnet 1,5 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die vom FGG propagierte „Partnerschaft“ sieht Montreal jedoch als Einmischung. „Die wollten die volle finanzielle Kontrolle“, so der zornige Tewksbury – und das, obwohl die FGG die Suche nach Sponsoren stets dem Veranstaltungsort überließ. Die Kanadier hatten allein eine Reihe potenter Geldgeber gesucht und gefunden. So unterstütze auch der Staat das Event mit knapp vier Millionen Euro. Zudem sollten erstmals in der Geschichte der Veranstaltung die Montrtaler Gay Games live im Fernsehen übertragen werden – der größte öffentliche-rechtliche TV-Sender Canadian Broadcasting Corporation hatte die Verträge bereits unterzeichnet.

Wie vergiftet das Klima ist, zeigen einige Anekdoten von Abgeordneten beider Seiten. So sagte ein Vertreter der FGG, die Kanadier wollten dem Dachverband Verträge nur vertraulich zeigen – die seien aber auf Französisch verfasst gewesen und Übersetzer seien nicht geduldet worden. Vertreter Montreals sprachen dagegen von wiederholten Erpressungsversuchen seitens der FGG.

Die EuroGames in München sind nicht vom erbitterten Streit zwischen der FGG und Montreal betroffen. Die gigantischen Ausmaße der Gay Games waren der European Gay and Lesbian Sports Federation (EGLSF) von jeher suspekt. „Hier gibt es ein partnerschaftliches Miteinander und eine vernünftige Arbeitsteilung zwischen Lizenzorganisationen und Organisatoren“, so Sascha Mrotzek von Euro- Games 2004. „Die Entwicklungen innerhalb der FGG, für die als Organisation in Europa wenig Sympathien bestehen, sehen die schwullesbischen Sportvereine mit einiger Sorge für die Zukunft der Gay Games.“ Die EuroGames hatten in den letzten Jahren immer ein ausgeglichenes Ergebnis.

Die FGG entscheidet nun im März darüber, wer anstelle von Montreal die Gay Games 2006 austrägt. Als Ersatzstandort haben sich Chicago und Los Angeles beworben. Die FGG hat den Montrealern nun untersagt, den Namen Gay Games zu benutzen – das Event heißt nun „Rendez-Vous Montréal 2006“. Streit um Namen haben bei diesen Sportveranstaltungen bereits Tradition: 1982 sollten die ersten Gay Games eigentlich „Gay Olympic Games“ getauft werden. Das Nationale Olympische Komitee der USA wollte jedoch nicht mit Schwulen und Lesben in einen Topf geworfen werden und brachte den US-Kongress dazu, ihnen alleine das Wort „Olympiade“ zuzugestehen. Gegen „Rat Olympics“, „Police Olympics“ oder „Dog Olympics“ hatte das Komitee damals jedoch nichts einzuwenden.

Unter Umständen werden die Gay Games und Rendez-Vous Montréal zeitgleich ausgetragen – dann fängt zwischen den beiden Veranstaltern der sportliche Wettkampf erst richtig an: Wer wird es schaffen, mehr schwullesbische Athleten anzulocken? Und viel wichtiger – kommen die überhaupt noch nach den langwierigen Querelen?

Source: Our Munich page 42



 

February 2004 München erleben

München im EuroGames-Fieber

"Eine bunte Parade durch die Innenstadt am 24. Juli ist der Auftakt für das Festival zum größten schwul-lesbischen Sportereignis Europas, den IX. EuroGames , die OB Christian Ude am Donnerstagabend eröffnet. Vom 29. Juli bis zum 1. August werden sich dann 5.000 Sportler aus ganz Europa - auch Behinderte und Sehbehinderte - in 27 Disziplinen messen. Das Ticket "La Ola" kostet 35 Euro (inklusive MVV) und gilt für den Einritt zu allen Wettkämpfen, zur Eröffnungs- und zur Abschlussfeier."

Source: München erleben, page 28



 

February 2004 Our Munich

Wenn der Pfannkuchen zum Taucher wird

Von Ariane Rüdiger

Wer Aerobic mit harmlosem Herumgehüpfe im Fitness-Studio assoziiert und bei Cheerleading in erster Linie an schlüpfrige Teenager-Geschichten à la American Beauty denkt, liegt falsch: Beides sind EuroGames-Disziplinen.

Was haben ein Pancake und ein Taucher gemeinsam? Die Antwort dieser scheinbar sinnlosen Frage lautet – Sport-Aerobic. Beide Namen bezeichnen nämlich Figuren aus dem Figurenkatalog dieser Sportart und werden somit natürlich auch während der EuroGames zu sehen sein.

Der Organisator der Aerobics-Wettkämpfe heißt Ralf Becker. Er weiß, worauf er sich einlässt: Der 40-jährige Becker ist seit sieben Jahren ausgebildeter Trainer für Aerobic und mittlerweile auch Personal Trainer für das 1:1-Training, ein Konzept, bei dem ein Trainer konzentriert mit einem Klienten an dessen Fitness arbeitet.

Für die insgesamt sechs geplanten Aerobics-Wettbewerbe der EuroGames hat Becker detailliert vorgeplant – weil der gelernte Immobilienfachwirt momentan arbeitslos ist, musste er dafür wenigstens nicht seinen Schlaf opfern. Vorgesehen sind Sport-Aerobic-Wettbewerbe im Einzel, Doppel und Trio, wobei im Einzel Männer und Frauen getrennt gewertet werden. In den übrigen beiden Disziplinen sind alle Mischungen erlaubt, getrennte Wertungen finden nicht statt. Der Sport-Aerobic-Wettbewerb richtet sich an wettkampferfahrene fortgeschrittene Aerobic-Aktive.

Für die FreizeitsportlerInnen, die es gewohnt sind, ihre Übungen unter Aufsicht und nach Ansage eines Trainers auszuführen, gibt es ebenfalls drei Turniere: einen Einzelwettbewerb, wo alle – beobachtet von Aerobic-Trainern – gleichzeitig die Übungen eines Presenters nachturnen und dann bewertet werden, und zwei Team-Wettbewerbe – einmal in klassischem und einmal in Step-Aerobic. Wobei Step sich nicht etwa von Step-Tanz, sondern vom Treppensteigen oder dem entsprechenden Fitness-Gerät, dem Stepper, ableitet.

Premiere: Aerobics-Wettbewerbe

Kommen die Aerobics-Wettbewerbe zustande, wäre dies eine Premiere bei einer lesbischschwulen Sportveranstaltung. Ein geplantes Aerobics-Event in Zürich scheiterte im vergangenen Jahr mangels Masse. „Ich pflege aktiv Kontakte zu den Hetero-Aerobics- Verbänden. Dort sind sehr viele lesbische und schwule TrainerInnen organisiert, die von unserem Engagement einfach nichts wissen“, sagt Becker. Immerhin gibt es schon Anfragen aus Dänemark und den Niederlanden.

Damit nicht genug. Der nimmermüde Becker, der vor 23 Jahren mit Gesellschaftstanz begann und wegen der sportlichen Seite mehr und mehr zum Aerobic wechselte, organisiert auch noch den Cheerleading-Wettbewerb. An diesem Sport reizen ihn vor allem das choreografische und das Show-Element. Teilnehmen dürfen Gruppen zwischen fünf und 20 Mitgliedern. „Ich gehe davon aus, dass mindestens sieben oder acht Teams kommen“, sagt Becker. Die Gruppen müssen sich in Pflicht und Kür bewähren. Für die Pflicht gibt es strenge Regeln: „Drei Elemente, drei Minuten, die Musik bestimme ich“, erklärt Becker.

Auch sonst ist bei Becker derzeit alles aufs Organisieren eingestellt: Der Immobilienspezialist plant den beruflichen Umstieg: Er möchte in München ein Personal-Trainer-Studio eröffnen und steckt mitten in den Vorarbeiten. Daher kommt die eigene sportliche Aktivität im Moment etwas zu kurz. Ob Becker selbst an einem Wettbewerb teilnehmen wird, steht noch nicht fest. „Das entscheide ich kurzfristig“, sagt er und lächelt so motivierend, dass das auch den trägsten Fitness-Klienten in Bewegung bringen dürfte.

Source: Our Munich



 

January 2004 Airport München, MUC Flyer

EUROGAMES 2004 IN MUNICH

In the upcoming summer Munich will be host the ninth EuroGames. Since 1992, these lesbians and gay sports championships have regulary take place in European cities. The event promotes equal rights for and the integration of, homosexuals in sports.

Up to 5,000 athletes from 47 European countries will competing from July 29 to August 01, 2004 in 27 disciplines for gold, silver and bronze medals. Erveryone is welcome, regardless of background, sexual orientation, religious or political beliefs. Atheltes with special needs or disabilities in particular are encouraged to participate in the games.

With „Munich s´ports the rainbow“ (Munich supports the rainbow) as the slogan, more than 200 competiors will be carried out during two days all around the arena of the 1972 Oiympics in Munich. Unusual sports such as linedancing, air-gun shooting, cheerleading and fencing are as much a part of the program as swimming, volleyball or track & field.

The cultural week will begin as early as July 24, five days before the opening of the games. The EuroGames also want to attract spectators, with concerts, films, theater, exhibitions and parties. Lesbian and gay choirs from all over Germany will perform and a „rainbow steamer“ will transport visitors to the EuroGames across Lake Starnberg. The organizers are expecting around 20,000 spectators.

The visitor´s ticket for 35 Euro allows free admission to all the sports events. It also includes admission to the opening and closing ceremonies and a ticket fo the local public transportation system (MVV).

Further information:
EuroGames München e.V.
www.eurogames.info/2004

Source: Airport München, MUC Flyer



 

January 2004 Our Munich

Im Laufschritt am Ball

Von Ariane Rüdiger

Andreas Klose ist ein vielbeschäftigter Mann: Wenn er nicht gerade als ehrenamtlicher Vorstand des schwulen Informations- und Kommunikationszentrums SUB aktiv ist oder arbeitet, findet man ihn auf dem Squash-Court. Zwei- bis dreimal wöchentlich trainiert der 37-jährige Münchner. Ganz nebenbei organisiert er das EuroGames-Squash- Turnier. „Dafür muss ich im Moment noch nicht so viel tun, aber ab nächstem Frühjahr dürften es wohl fünf bis zehn Wochenstunden werden“, sagt er nüchtern – zu den zehn bis 20 Stunden, die sein Vorstandsjob beim SUB wöchentlich verschlingt. Klose ist ein wahres Organisationstalent, sonst wäre es wohl kaum möglich, das alles unter einen Hut zu bringen.

Aufs Squash-Spielen wird er bei allen zeitlichen Engpässen als Letztes verzichten. „Der Sport ist für mich wichtig, weil er mich in Bewegung hält und weil man sich dabei abreagieren kann“, sagt Klose. Ihm gefällt gegenüber anderen Ballsportarten, dass das Spiel schnell ist: „Beim Tennis dauert ein Satz oft eine Stunde, beim Squash ist er nach fünf bis zehn Minuten vorbei, dafür aber total intensiv“, beschreibt Klose seinen Lieblingssport. Beruflich ist Klose Keditanalyst für Unternehmenskredite bei der Hypo- Vereinsbank, ein anspruchsvoller, aber bewegungsarmer Job mit viel Verantwortung.

Ehrgeiz entfaltet Klose nicht nur im Job: Von den ersten Squash-Versuchen in der frühen Pubertät über die ersten ernsthaften Spielansätze an der Bonner Universität, wo er Volkswirtschaft studierte, bis zum heutigen EuroGames-Turnier hat er sich langsam, aber stetig nach oben gekämpft. Spielte er an der Uni noch rein privat mit einer Gruppe von Freunden einmal wöchentlich jeder gegen jeden, so ging es in München mit dem Eintritt ins Team München und den Racket Club richtig zur Sache. Außerdem spielt Klose noch in einer (Hetero-)Freizeitliga mit. Zuerst war er beim Racket-Club im CTeam, wo er im Jahr 2000 den König-Ludwig-Cup holte. Bald darauf folgte der Aufstieg in die B-Klasse und ein zweiter Platz beim Berliner Turnier Pfingsten 2000. „Inzwischen bin ich ASpieler und kämpfe um den Anschluss“, sagt Klose. Bei den EuroGames wird er in der BKlasse starten, denn dort gibt es statt drei vier Spielklassen. „Eine Medaille werde ich wohl nicht holen, aber ich hoffe auf ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Siegen und Niederlagen“, sagt Klose bescheiden.

Und das Privatleben? Das kommt bei all dem Engagement im Moment leider zu kurz. Wenn Klose demnächst nicht mehr für den Vorstand des SUB kandidiert, dem er nunmehr vier Jahre angehörte, hofft er auf Besserung. Jetzt – vor den Euro- Games – geht es erst mal auf große Tour: Dschungelpisten statt Zahlenwüsten stehen auf dem Programm. Drei Monate lang wird Klose mit einer Gruppe durch Afrika reisen. „Das ist ein alter Traum von mir, und in diesem Jahr kann ich ihn umsetzen“, sagt Klose mit leuchtenden Augen. Der Squash- Schläger bleibt derweil zu Hause und wartet schon ungeduldig auf die Rückkehr seines Meisters.

Source: Our Munich



 

December 2003 Our Munich

Sensibel reagieren statt hart zuschlagen

Von Ariane Rüdiger

Sebastian Kühnen (39) tritt für den Münchner Karateverein Bushido bei den EuroGames in der Disziplin Karate an. Von martialischem Auftreten hält er allerdings nichts. Eher will er körperliche Auseinandersetzungen schon im Vorfeld verhindern.

Wer Sebastian Kühnen vor sich sieht, denkt kaum an das Durchschlagen dicker Bretterstapel: Der Mitbegründer des lesbischschwulen Münchner Karatevereins Bushido schaut aus nachdenklichen, bebrillten Augen in die Welt und ist eher schlank als ein Muskelpaket. Bei den EuroGames tritt Kühnen trotzdem in der Disziplin Karate an – und vielleicht auch als Schiedsrichter im Martial- Arts-Wettbewerb, bei dem die SportlerInnen in unterschiedlichen östlichen Kampfsportarten gegeneinander antreten.

Karate: Mittel der Selbsterforschung

Karate übt Kühnen schon seit seinem 13. Lebensjahr aus. Für ihn war der Sport ein Mittel der Selbsterforschung und -stärkung. „Ich spürte, dass ich irgendwie anders war als die anderen, und wollte etwas für mich tun“, erinnert er sich an seinen Einstieg. Heute hat sich Kühnen bis zum zweiten Dan, dem zweiten Meistergrad des Karate, hinaufgekämpft. Im lesbisch-schwulen Bereich engagiert er sich für seinen Sport seit 1994. Damals rief er eine HIV-Positiven-Selbstverteidigungsgruppe ins Leben. Dann folgten die ersten Karate-Anfängerkurse, ehe der organisatorische Aufwand 1996 eine Vereinsgründung unumgänglich machte. Bis dahin war die Karategruppe eine rein schwule Angelegenheit, nun öffnete sie sich für Lesben – anfangs mit wenig Erfolg. „Lange gab es nur eine einzige Lesbe, die immer bei uns mitgemacht hat. Dann kamen plötzlich zu einem Anfängerkurs drei und haben durchgehalten. Von da an ging es mit der Zahl der Lesben aufwärts“, erinnert sich Kühnen. Heute ist das Verhältnis fast halbehalbe. Lesben seien zum Teil zimperlicher, zum Teil aber auch härter im Nehmen als ihre schwulen Karate-Kollegen, meint Kühnen. „Viele Schwule sind vom Sportunterricht traumatisiert, deshalb gehe ich in den Anfängerkursen besonders sensibel und stärkend vor, statt gleich das Kämpfen in den Mittelpunkt zu stellen.“

Überhaupt hört Kühnen das Wort Kampfsport gar nicht gern. Er spricht lieber von Kampfkunst: „Eigentlich geht es um eine Lebenseinstellung, darum, das Selbstbewusstsein und eine aufrechte Haltung zu stärken und so den eigentlichen Kampf schon im Vorfeld zu verhindern. Nicht um schlichtes Draufhauen.“ So betrachtet steht Karate keinesfalls im Gegensatz zu seinem Beruf: Als evangelischer Pfarrer betreut er die Laetare-Gemeinde im Stadtteil Neuperlach. „Dort tu’ ich oft auch nichts anderes, als Menschen mehr Selbstbewusstsein zu geben oder ihnen den Rücken zu stärken“, sagt er. „Das passt sehr gut.“ In seiner Gemeinde ist Kühnen unter anderem für Kinder-, Jugend- und Kulturarbeit zuständig.

Traumatisiert vom Sportunterricht

Dass Karatekunst auch etwas mit Lebenskunst zu tun haben muss, beweist Kühnen jeden Tag. Wie sonst ist zu erklären, dass er in seinem mit Terminen gespickten Alltag noch fünf Karate-Trainingseinheiten pro Woche einbaut? Jeweils am Donnerstag und am Sonntag bringt er in Münchner Turnhallen mehreren Gruppen von Lesben und Schwulen – von den AnfängerInnen bis zu den kampferfahrenen Fortgeschrittenen – die komplexe Kampfkunst bei. Gut, dass sein Freund ebenfalls bei Bushido mitmischt: „So sehen wir uns beim Training“, sagt Kühnen und schmunzelt.

Von den EuroGames erwartet er sich vor allem Kontakte zu anderen Kampfkünstlern, denn es entsteht gerade ein europaweites lesbisch-schwules Netz der östlichen KampfsportlerInnen. „Wir von Bushido sind weniger Wettkampf-fixiert als viele andere Sportler, was manchmal ein gewisses Unverständnis hervorruft. Deshalb steht für uns auch bei den EuroGames die Begegnung im Mittelpunkt“, sagt Kühnen. Was nicht ausschließt, dass dabei nicht auch die eine oder andere Medaille abfällt. Schließlich hat Sebastian Kühnen bei den letzten EuroGames in Amsterdam schon einmal Silber geholt.

Source: Our Munich



 

November 2003 Our Munich

Trinken für die EuroGames
Das Organisationsteam veranstaltet seine erste Magic-Bar-Tour durch 45 Lokale

Von Karl Prestele

Das sportliche Mega-Event für Lesben und Schwule schlechthin, die EuroGames, werden nächsten Sommer ganz München begeistern. Vom 29. Juli bis 1. August 2004 ist die Stadt Gastgeberin für über 5000 erwartete SportlerInnen in 27 Disziplinen rund um das Olympiagelände. Wer aber nicht so lange warten will, um Spaß und Freude an und mit den EuroGames zu haben, der kann am 14. November schon mal vorfeiern. An diesem Freitag starten wir vom Organisationsteam die erste Magic-Bar-Tour für die EuroGames, an der sich sage und schreibe 45 Bars, Kneipen, Restaurants und Diskos beteiligen.

I wish I was born a tree, someone would have made a barrel out of me

Das Einzige, was ihr dafür tun müsst, ist der Kauf eines Gutscheinblocks (lumpige zehn Euro!) für die Tour, die durch das gesamte Szene-Spektrum führt. Mit diesem Block in der Hand braucht ihr also keine Schwellenängste haben und lernt auch Lokale kennen, in die ihr sonst nie geht. Neue Gesichter und die dazugehörigen Männer und Frauen, an- und aufregende Erlebnisse und jede Menge Spaß sind auf jeden Fall garantiert.

Doch nicht genug damit: Für die Gutscheine - jeder gilt für ein bestimmtes Lokal - gibt es ja eine Gegenleistung. Das Angebot dabei reicht vom Healthdrink und Rüscherl bis zum Freibier vom Fass oder einem Gratis-Cocktail. Beim Essen wird man mit Kaffee nach Wahl und einer selbstgebackenen Süßigkeit, Rösti mit Speck für 3 Euro oder einem Schweinsbraten für 5,50 Euro verwöhnt. Eine Bar wartet mit einem Überraschungspaket und ein Café gar mit der Verlosung einer Wochenendreise auf. Wer da nicht mitmacht, ist selber schuld!

Außerdem helfen viele Lokale noch bei einem Rätselspiel mit, bei dem ihr kleine, witzige oder auch ein wenig knifflige Fragen beantworten sollt. Die Lösung ergibt dann einen Satz, der – so viel sei schon mal verraten – etwas mit den EuroGames zu tun hat. Auch hier lohnt sich das Mitmachen, denn unter den richtigen Lösungen verlosen wir attraktive Preise wie etwa 5 x 2 Karten für die Eröffnungsfeier der EuroGames, 3 x 2 Karten für das „Verzaubert”-Filmfestival (das fünf Tage nach unserer Tour beginnt), EuroGames-T-Shirts und vieles mehr.

Und damit ihr Euch auf dieser Magic-Bar- Tour – wenn überhaupt – nicht so alleine fühlt, werden einige von uns aus dem EuroGames- Team in unseren orangefarbenen T-Shirts an diesem Abend ebenfalls in den Lokalen unterwegs sein, Infos zu den EuroGames verteilen und euch alle mit unserer Begeisterung für die Spiele anzustecken versuchen.

Leben, Lachen und Feiern für die EuroGames!

Magic-Bar-Tour

Zeit: Freitag, 14. November, ganztägig bis zum nächsten Morgen (richtet sich nach den Öffnungszeiten der Lokale);

Ort: Alex